Antwort Ombudsstelle FSW

18.03.2014 11:28

Sehr geehrte Frau Nestorov!

Gerne beantworten wir Ihre Anfrage im Auftrag des Geschäftsführers des Fonds Soziales Wien und dürfen nach Vorliegen einer Stellungnahme aus der zuständigen Organisationseinheit des Fonds Soziales Wien Folgendes mitteilen:

Mit 25.01.2001 wurde Herr Dr. ...als Sachwalter für alle Angelegenheiten von Herrn Gerhard Strobl eingesetzt. Es oblag dem Sachwalter, einen Antrag auf Förderung für stationäre Pflege und Betreuung oder betreutes Wohnen beim Fonds Soziales Wien zu stellen bzw. die erforderlichen Unterlagen zur Berechnung des Kostenbeitrags für die stationäre Pflege und Betreuung Ihres Vaters im Haus Josef Macho dem Fonds Soziales Wien zur Verfügung zu stellen.

Die Prüfung, inwieweit die offenen Sozialhilfekosten im Rahmen der Verlassenschaft gedeckt sind, ist laut uns vorliegender Informationen derzeit noch nicht abgeschlossen bzw. liegt dem Fonds Soziales Wien bis dato noch kein Verlassenschaftsprotokoll vor.

Auf Grund von datenschutzrechtlichen Bestimmungen ist es uns daher nicht möglich, Ihnen, sehr geehrte Frau Nestorov, vor Abschluss des Verlassenschaftsverfahrens detailliertere Informationen zu übermitteln. Höflich darf um Zusendung des Verlassenschaftsprotokolls gebeten werden, an Hand dessen eine Überprüfung bezüglich der Deckung der Forderung erst möglich ist.

Allgemein dürfen wir Sie darauf hinweisen, dass gemäß § 26 Abs. 4 Wiener Sozialhilfegesetz die ErbInnen des Hilfeempfängers zum Ersatz der für ihn aufgewendeten Kosten verpflichtet sind, wobei die ErbInnen stets nur bis zur Höhe des Wertes des Nachlasses haften.

Sollten Sie diesbezüglich Rückfragen haben, dürfen wir Ihnen Frau.... als persönliche Ansprechperson in der zuständigen Kostenbeitragsverrechnung des Fonds Soziales Wien nennen, die unter der Telefonnummer .... selbstverständlich für allgemeine Auskünfte zur Verfügung steht.

Die Frage die sich stellt, wer hat den Betrug begangen? Der Sachwalter, die Caritas (das Heim müsste dann 6000 Euro kosten) oder alle zusammen.....da ich noch keine Antwort vom Notar habe und es noch kein Verlassenschaftsprotokoll gibt hoffe ich sehr das Ganze klärt sich so auf, dass keine weiteren Schritte notwendig sind....Die offenen Sozialhilfekosten basieren auf falschen Angaben des Sachwalters man sollte den mal überprüfen....und ausserdem wieso sollen wir Grab- und Sterbekosten bezahlen, obwohl wir beides haben???? Langsam aber sicher werde ich unentspannt....

Meine Antwort:

Sehr geehrte Fr. ....

drei Punkte:

1) der FSW hat eine Förderung gewährt obwohl die Aufstellung des Sachwalters über die Vermögenswerte noch nicht bei Ihnen war lt. Hr. ....

2) In der Rechnung des FSW stehen Grab- bzw. Sterbekosten vorberechnet! Wir haben eine Sterbeversicherung meines Vaters und ein Familiengrab!

3) Verstehe ich nicht, dass Sie den Sachswalter nicht überprüfen, sondern einfach scheinbar ohne Kontrolle die Angaben von ihm übernehmen.

Ich hätte gerne diese Punkte geklärt, das war mein Anliegen.

Danke

Mit freundlichen Grüssen

Marion Nestorov